09.20.2011

by admin

Es gibt bei Heilpraktikern sehr verschiedene, ich kann nicht über alle eine Aussage treffen, da ich nicht mit all den verschiedenen Heilmethoden vertraut bin (ich schätze du auch nicht). Aber Klassische Homöopathen z.B. betrachten zwar die Symptome – allerdings nicht nur einzelne, sondern den ganzen Patienten, dazu gehört auch die Gemütsverfassung und vieles mehr – aber sie kategorisieren nicht, d.h. sie stellen auf Grund der Befunde keine Diagnose, schon gar keine Viren-Diagnose. Das ist ein großer Unterschied. Symptome betrachten oder nicht, dass ist hier die Frage. Der Arzt tut es, der Heilpraktiker auch. Wer wie viel (also quantitativ), ist erst einmal nebensächlich. Beide erstellen aber aus der Symptomatik eine Diagnose und wählen notwendige Medikamente. Und kategorisieren müssen sie auch, sonst könnten sie nicht die richtigen Globuli zuordnen. Nur der Ansatz ist unterschiedlich. Ein Heilpraktiker versucht eher das Immunsystem zu stärken, damit der Körper sich selbst heilen kann. Deswegen betrachten sie auch nicht den Erreger, der für sie zweitrangig ist. Der Arzt versucht dagegen eher den Krankheitserreger zu bekämpfen. Dieses Verhalten findet man aber auch woanders. Ein Fernsehtechniker betrachtet sich auch erst einmal die Symptome eines nicht funktionierenden Fernsehers. Weil er aus seinem Wissen oft von den Symptomen auf die Ursache schließen kann. Dies ist doch nichts negatives. Resultat: von den Symptomen auf die Ursache zu schließen ist eine logische Vorgehensweise, die die weitere Ursachenbestimmung erleichtert, weil andere Gründe schon durch das Raster gefallen sind. Ist auch logisch, was bringt es einen Arm in Gips zu legen, wenn die Symptome darauf deuten, dass das Bein gebrochen ist.