Es gibt bei Heilpraktikern sehr verschiedene, ich kann nicht über alle eine Aussage treffen, da ich nicht mit all den verschiedenen Heilmethoden vertraut bin (ich schätze du auch nicht). Aber Klassische Homöopathen z.B. betrachten zwar die Symptome – allerdings nicht nur einzelne, sondern den ganzen Patienten, dazu gehört auch die Gemütsverfassung und vieles mehr – aber sie kategorisieren nicht, d.h. sie stellen auf Grund der Befunde keine Diagnose, schon gar keine Viren-Diagnose. Das ist ein großer Unterschied. Symptome betrachten oder nicht, dass ist hier die Frage. Der Arzt tut es, der Heilpraktiker auch. Wer wie viel (also quantitativ), ist erst einmal nebensächlich. Beide erstellen aber aus der Symptomatik eine Diagnose und wählen notwendige Medikamente. Und kategorisieren müssen sie auch, sonst könnten sie nicht die richtigen Globuli zuordnen. Nur der Ansatz ist unterschiedlich. Ein Heilpraktiker versucht eher das Immunsystem zu stärken, damit der Körper sich selbst heilen kann. Deswegen betrachten sie auch nicht den Erreger, der für sie zweitrangig ist. Der Arzt versucht dagegen eher den Krankheitserreger zu bekämpfen. Dieses Verhalten findet man aber auch woanders. Ein Fernsehtechniker betrachtet sich auch erst einmal die Symptome eines nicht funktionierenden Fernsehers. Weil er aus seinem Wissen oft von den Symptomen auf die Ursache schließen kann. Dies ist doch nichts negatives. Resultat: von den Symptomen auf die Ursache zu schließen ist eine logische Vorgehensweise, die die weitere Ursachenbestimmung erleichtert, weil andere Gründe schon durch das Raster gefallen sind. Ist auch logisch, was bringt es einen Arm in Gips zu legen, wenn die Symptome darauf deuten, dass das Bein gebrochen ist.
Allerdings verstehe ich nicht, wieso du Manson mit “No Angels” auf eine Stufe stellst. Letztere haben nicht mal im Ansatz subversiv gewirkt/waren ein reines Kunstprodukt der MI, während Manson in den USA z.B. für Littleton verantwortlich gemacht, d.h. von den Mainstreammedien als “Böser Watz” dargestellt wurde und für zahlreiche (christliche) Organisationen nachwievor ein rotes Tuch ist. Ich würde sie nicht gleich setzen, aber es ist doch so, daß sich beide ein Image kreiren. Manson legt sich das Böse-Jungen-Image zu, um Platten zu verkaufen und nicht, um eine Message rüberzubringen oder gegen irgend was zu rebellieren. Die “No Angels” haben den Vorteil, daß jeder weiß, daß sie ein Kunstprodukt sind. Manson täuscht Authenzitität vor und ahmt im grunde nur Leute wie Alice Cooper nach, ebenso wie die Multimillionäre, die so tun, als ob sie straight out of the Ghetto rappen. Die Red Hot Chili Peppers zeigen ja auch, daß es anders geht. Wenn ich mich nicht irre, haben sie mittlerweile ein Good-Boy-Image, was ihrem Erfolg sogar Auftrieb gegeben hat. Klar gibt es härtere/bessere Musik, aber die Relationen sollten schon beachtet werden. Wie schon gesagt, für mich persönlich spielt das Image keine Rolle, gut ist, was gefällt. Authentizität ist in unserer medienübersättigten Zeit zuviel verlangt.
- Geh auf Konzerte, auch wenn die schon immer ‘nen Kopierschutz
haben.
- Entdecke aeltere Musik, die gibts zB. auf ebay ohne Kopierschutz.
Schon alle alten Sabbath-Alben beisammen?
Was soll ich mit Black Sabbath? Schließlich habe ich den Van der
Graaf Generator und Peter Hammill! Warum also Sabbath? Schließlich
gehe ich ja auch nicht mehr zu Mc Donalds, da ich ja weiß, wo man
besser essen kann!
- Hoer Dir zum 1000sten Mal die alten clash Scheiben an.
Clash? Sind das nicht die mit dem langweiligen “Should I stay or
should I go”? Auch hier kann ich nur wieder auf Van der Graaf
Generator und Peter Hammill verweisen. Die stehen sowohl für Prog
Rock als auch für Punk. Best of both worlds, sozusagen, das fehlende
Bindeglied. Diese Gruppe hat den peinlichen Kitsch des Prog-Rock
vermieden und macht den Punk-Rockern in Sachen Agressivität noch
einiges vor und ist nebenbei musikalisch nícht so primitiv wie die
Punks, ganz im Gegenteil.
Dieser Tip war kostenlos und könnte dazu führen, daß Du mir Dein
Leben lang dankbar bist.Wenn nicht, selber schuld!
- Rufe, beim Betreten der U-/S-Bahn oder des Busses laut “One, two
fi’, four” und setz Dich anschliessend ganz normal auf die Bank.
Aha. Toller Tip.
- Hilf einer alten Oma ueber die Strasse.
Angesichts der demographischen Entwicklung sollte es fortan eher
heißen: hilf einer alten Oma auf die Straße!
